Bedingungsloses
Grundeinkommen
und
Kommunale
Wertschöpfungsregeln
Fünf Thesen von Gerhard Hein, Hamburg
1.
Ein
finanzieller Mehrwert entsteht nicht in erster Linie durch Arbeit, wie
irrtümlich immer angenommen und verbreitet wird. Mehrwert entsteht in
erster Linie durch die Anwendung von Regeln, welche die Leistung von Arbeit
im weitesten Sinne (z.B. auch Gedankenarbeit, persönliche Zuwendung usw.)
als Bedingung für die Wertschöpfung zwecks Existenzsicherung vorschreiben.
2.
Die gegenwärtig
herrschenden Regeln machen es z.B. möglich, dass nicht nur durch
körperliche Arbeit, sondern auch durch reine Gedankenarbeit ein
finanzieller Wert erzeugt wird. Beispiele: Wertschöpfung durch Handel mit
Konstrukten (Wertpapiere), durch Bewertung, Kalkulation und Spekulation.
3.
Geld stammt
mithin aus einer virtuellen Allmende. Eine virtuelle Allmende ist ein gedachter Raum im Gemeineigentum, der grundsätzlich
allen Menschen für eine geregelte Nutzung zur Verfügung steht.
4.
Abgesehen
von Naturgesetzen sind Regeln geistigen Ursprungs. Sie werden bzw. wurden
von Menschen geschaffen wie z.B. die Regeln für die marktwirtschaftliche
Wertschöpfung.
5.
Wenn Regeln
für eine marktwirtschaftliche Wertschöpfung möglich sind, dann müssen auch kommunale
Wertschöpfungsregeln für die Finanzierung eines bedingungslosen
Grundeinkommens aus der virtuellen Allmende möglich sein.
SOZIALE
WERTSCHÖPFUNG
-
ein
Denkmodell als Grundlage für die Schaffung von kommunalen
Wertschöpfungsregeln.
19.12.2009 15:50