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ermöglichen durch neuartige Wege zu ihrer Finanzierung Wenn allein schon die Vorstellung vom
Wert eines Kunstwerkes oder einer Aktie dazu motiviert, ihn in bare Münze umzusetzen, wie viel mehr sollte das für die
Vorstellung vom Wert der Menschenwürde gelten! Doch auf die Methode der Umsetzung kommt es an. Eine möglichst hohe Wertschöpfung und
Kapitalbildung ist das Ziel jeder für den Markt bestimmten Produktion. Von
ihr ist auch die Höhe des Steueraufkommens abhängig. Und vom Steueraufkommen
wiederum ist abhängig, wie viel Sozialstaatlichkeit, also wie viel soziale
und gemeinnützige Maßnahmen und Projekte wir uns leisten können. Das bedeutet: Das Ausmaß öffentlicher
Fürsorge wird nicht vom aktuellen Bedarf bestimmt, sondern von den aktuell vorhandenen
Möglichkeiten der Finanzierung. Es liegt an uns, wie wir öffentliche
Fürsorge definieren. Hier sind mit Fürsorge gemeint grundsätzlich alle
sozialen und gemeinnützigen Maßnahmen und Projekte. Allein an dieser kurzen
Beschreibung wird deutlich, dass Fürsorge in diesem Sinne Arbeit ist und
Arbeit schafft. Sie befriedigt die Bedürfnisse von Menschen in Not und die
Bedürfnisse der Allgemeinheit nach sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit. Fürsorge ist keine Arbeit, die auf
Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, sondern auf Sozialmaximierung. Wir sollten uns von dem Gedanken lösen,
dass Fürsorge wertverbrauchend ist, weil sie das
Geld verbraucht, welches von den Steuerzahlern über den Markt erwirtschaftet
wurde. Wir sollten uns mit der These anfreunden,
dass auch Fürsorgearbeit produktiv und wertschöpfend
ist, obgleich sie nicht auf den Markt zielt. Es ist nicht notwendig, öffentliche
Fürsorge auf Krampf marktfähig zu machen! Sie lässt sich unabhängig von den
Regeln des Marktes finanzieren, wenn für sie eigene, gesetzliche Regeln zum
Zwecke einer bedarfsgerechten, sozialen Wertschöpfung geschaffen werden. Es
liegt an uns, ob wir das wollen! Wertschöpfung durch Fürsorge kommt immer
auch der Marktwirtschaft zugute – und zwar durch den vielfältigen
Bedarf an Gütern und Leistungen, der durch die sozialen und gemeinnützigen
Maßnahmen und Projekte ausgelöst wird. Unsere These sei: In einer modernen
Volkswirtschaft sind zwei Wertschöpfungssysteme nebeneinander möglich,
nämlich Markt und Fürsorge. Sie ergänzen und fördern sich gegenseitig im
Sinne von Synergien. Stellen wir uns doch die
Fürsorgewirtschaft als Partner der Marktwirtschaft vor und die
Marktwirtschaft als Partner der Fürsorgewirtschaft. Wie sich in der Praxis die Wertschöpfung
durch Fürsorge organisieren und nutzen ließe, ist in verschiedenen Veröffentlichungen sowie in einem Funktionsmodell
Fürsorgewirtschaft beschrieben. Die Empfänger und Nutznießer von sozialen
und gemeinnützigen Leistungen bezahlen für sie aus dem ideellen = gedachten
Wert der Menschenwürde. Die Menschenwürde ist gemäß unserer Verfassung unser
höchster Wert und deshalb unerschöpflich. Ein menschenwürdiges Dasein ist
wertvoll, und es ist ein Bedürfnis der Allgemeinheit, welches es zu
befriedigen gilt, unter anderem auch durch die öffentliche Fürsorge eines
Sozialstaates. Ideelle Werte für die Wertschöpfung zu
nutzen, gehört in der Marktwirtschaft zum täglichen lukrativen Geschäft.
Denken wir dabei nur an Kunstauktionen und an den Börsenhandel, bei denen
Umsätze in Millionenhöhe getätigt werden. Denken wir dabei an die
euphorischen Gewinnerwartungen der Händler, welche den Wertschöpfungsprozeß
maßgeblich beeinflussen. Warum also sollten wir den ideellen Wert,
den die Menschenwürde besitzt, nicht zur Wertschöpfung in einer
Fürsorgewirtschaft nutzen? Schließlich geht es hier doch um eine effektive
Armutsbekämpfung, um die Beseitigung von sozialen und anderen Mängeln z.B. im
Bildungs- und Gesundheitswesen, um die Förderung von Familien und Kultur, um
die Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes, um Maßnahmen und Projekte zur
Völkerverständigung und um vieles mehr. Wertschöpfende Fürsorge ist eine
Investition in die Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft unserer
Gesellschaft. Autor: Gerhard Hein _____________________________________________________________ (Stand: 31.10.2007) |
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